Venedig Workshop mit Edmund Bugdoll Januar 2017

Venedig Workshop mit Edmund Bugdoll Januar 2017

In der ersten Januar Woche hatte ich das Vergnügen mit dem Münchner Fotografen & Trainer Edmund Bugdoll eine Woche Venedig unsicher zu machen. Unser Thema lautete: Venedig – Fotoprojekt Schwarzweiss.  Wir waren eine kleine Gruppe von nur 3 Fotografen, krankheitsbedingt hatte sich die Gruppe auf uns drei Kollegen reduziert. Das machte das Ganze aber nochmal intensiver und man lernt so zweifelsohne am meisten, wenn man mehr oder wenig kontinuierlich sich mit dem Trainer austauscht.

Untergebracht waren wir im Hotel Canaletto im Zentrum von Venedig. Es liegt ca 4 Gehminuten vom Markusplatz entfernt. Im Gegensatz zu anderen Fotokursen, wo oft nur 1x früh aufstehen auf dem Programm stand um die blaue Stunde zu nutzen, standen wir jeden Tag früh morgens auf und begaben uns an den Markusplatz bzw zB die Rialto Brücke. Der Kurs war sehr intensiv und daher für mich persönlich sehr fruchtbar. Mein Blick wurde hinsichtlich neuer Bildideen und Ausschnitte geschärft:

Bildbeispiele finden sich weiter unten nach der schwarzweiss Reihe.

Daneben finden sich am Ende noch einige Farbbilder, wo ich zu einer Konvertierung noch nicht kam bzw. nicht vornahm weil die Sonnenauf- bzw Untergänge einfach viel zu farbenfroh waren. Diese landen dann später auch nochmal in einer separaten Gallerie: HIER.
Burano/Murano haben wir nicht besucht, sondern hielten uns komplett in Venedig selbst, sowie San Giorgio & Giudecca auf. Manche Fotopositionen waren eng, so daß die kleine Gruppe den Vorteil hatte, daß jeder von der idealen Position auch aus fotografieren konnte.

Wettertechnisch fehlte uns der Nebel und das Hochwasser Der Wasserstand war relativ niedrig, aber es waren keine Kanäle trocken wie man etwa im Spiegel im Januar lesen konnte. Das Wetter war nachts auch schonmal unter 0°C und tagsüber nur knapp über dem Gefrierpunkt, aber dank entsprechender Ausrüstung (400er Merino Unterwäsche) kein Problem. In der Sonne war es dann schon ganz gut auszuhalten. Unsere wie immer zu schweren Rucksäcke heizten uns zumindest beim Laufen auch ordentlich ein.

Trotz der ersten Januarwoche war Venedig voll. Unser Hotel war zumeist auch komplett ausgebucht. Die frühe Morgenstunde bzw nachts und geschickte Blickwinkel täuschen darüber hinaus, daß offensichtlich in Vendig inzwischen immer Saison ist. Die Ausflüge endeten zumeist auf einen wunderbaren Spritz im Caffe Lavena am Markus-Platz. Der Spritz im Florian ist nicht ganz so gut.

Vom Equipment nutzte ich meine Nikon D810, Df und die Leica Monochrom. Alles geschützt durch den großen König Fotorucksack 2, den mir freundlicherweise Herr König noch am Vorabend der Abfahrt reisebereit und individuell eingerichtet bereit stellte. Damit konnte das große 150×180 Lee/Haida Filterset gut im Rucksack selbst hochkant untergebracht werden, auch das Nikon f4 PF 300mm kann darin hochkannt transportiert werden. Der Arca-Swiss D4 Kugel/Getriebekopf ist ganz wunderbar. Zumal er viel viel leichter als die entsprechenden Manfrotto Getriebeköpfe ist und beide Ideen in meinen Augen von einem Getriebekopf und Kugelkopf optimal vereinigt. Gerade bei der Architekturfotografie kann man die Motive viel genauer und schneller einstellen.

Kurs-Fazit: klare Empfehlung!

Ich werde mit sehr großer Sicherheit wieder einen Kurs von Herrn Bugdoll besuchen, da er ein echtes Interesse hat, den Kursteilnehmern beim fotografischen Wachstum zu helfen und man hier aktiv unterstützt wird. Bei anderen Kursen erlebte ich es, wie der Trainer sich zumeist mehr mit sich selbst und seiner Kamera beschäftigt bzw sich um die mitreisenden Groupies kümmerte und den Rest der Teilnehmer eher das Gefühl gab unnötiger Ballast zu sein. Hier wird man in der eigenen Entwicklung “gechallenged” und nur das bringt einen effektiv weiter.

Vielen Dank auch auf diesem Wege an Frau und Herrn Bugdoll für diese wunderbare Woche in Venedig.

Eine erste Auswahl an schwarzweiss Bildern:

  

Bildbeispiele

4 Beispiele hinsichtlich neuer Bildideen und Ausschnitte. Da wir in dem Kurs aber immer versuchten über den Tellerrand zu schauen, versuchten wir auch das wunderbare Abend- oder Morgenlicht in Bilder festzuhalten, dh hier haben wir dann bewußt keine schwarzweiss Konvertierung vorgenommen. Daher sind die folgenden Bilder größtenteils farbig:

Ein in Highlight war sicher die Fahrt mit einem gemieteten Boot entlang vom Canale Grande. So nah an der Wasseroberfläche war man noch nicht und hatte einmalige Ein-bzw Ausblicke vom Wasser aus. Um die 1/8000sec der Kamera auszubrobieren und die Autofokus Funktion einmal auf den Zahn zu fühlen bot sich die Vorbeifahrt der venezianischen Feuerwehr an:

Noch 3 Aufnahmen aus dem Canale Grande, die ohne ein so niedriges Boot, so nicht ohne weiteres möglich gewesen wären:

There are no comments